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Greifswalder Sportbund
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Die Geschichte des Boddenschwimmens

Das Dauerschwimmen über die Dänische Wiek – Greifswalds Boddenschwimmen

Mit der Übernahme des Boddenschwimmens durch die DLRG haben sich die Organisatoren immer mehr auch mit der Geschichte dieses Wettkampfes beschäftigt.
 Wir suchten im Stadtarchiv und der Universitätsbibliothek nach alten Zeitungen und können auf dieser Grundlage die hier vorliegende Chronik erstellen. Den Großteil dieser Arbeit – die Recherche – bewältigte Susanne Friebe.

Das Boddenschwimmen – früher Dauerschwimmen über die Dänische Wiek – ist fest mit der alten Badeanstalt auf der Südmole verbunden. Der Greifswalder Turnerbund gründete 1915 aufgrund dieser Möglichkeiten eine eigene Schwimmabteilung. So starteten die Schwimmer des GTB auch regelmäßig beim Sundschwimmen, welches laut Aussagen, die nach Vorlage der alten Greifswalder Zeitungen getroffen wurden, nur ein Jahr älter als unser Freiwasserschwimmen ist. So wird vom 8. August 1920 über ein erstes nationales Schwimmfest in Stralsund berichtet, bei dem auch Starter des Greifswalder Turnerbundes 1880 und Einzelstarter über eine Distanz von 3 500 m antraten. Hier könnte man natürlich gleich über die Strecke spekulieren, denn heute bewältigen über 1 000 Schwimmer 2 300 m von Altefähr nach Stralsund. Damals wagten sich 16 Schwimmer auf die Strecke von denen 6 aufgaben.

Über unser heutiges Boddenschwimmen berichtet die Zeitung zum ersten Mal 1921. Zwischen der Gründung der Schwimmabteilung und des ersten Dauerschwimmens liegen daher sechs Jahre. Da ist Greifswalder Zeitung in ihrem Artikel von 1921 von dem diesjährigen Schwimmens „Quer durch die Dänische Wiek spricht, können wir davon ausgehen, dass unser Boddenschwimmen noch älter ist. Weitere Quellen stehen uns leider nicht zur Verfügung oder schweigen. Und so nehmen wir jetzt den 14. August 1921 und feiern einfach mal über 90 Jahre „Querung der Dänischen Wiek", denn diese Zahl unterstreicht auch einfach die alte Bezeichnung des Durchhaltens … „Dauerschwimmen“ …

 14.08.1921

Beginnen wir daher am 14. August 1921. Der GTB veranstaltet seine Schwimmmeisterschaft als eine Ausdauer- und Tüchtigkeitsprüfung. Der Start zum Schwimmen quer durch die dänische Wiek wurde am Vortag in der Zeitung für 15.00 Uhr angekündigt. Gestartet wurde dann aber bereits morgens um 8.11 in Ludwigsburg. Über die Anzahl der Teilnehmer wird nichts gesagt, nur von zahlreichen Meldungen gesprochen. Dies können bereits zwischen 8-10 Schwimmer sein. Schon damals zog ein kräftiger Wind das Teilnehmerfeld ziemlich auseinander. Ewald Müller erreichte als Erster den Molenkopf auf der Südmole in einer Zeit von 57 Minuten. Der zweite Platz ging an den Feldwebel Rieße (1 h und 12 min). Eine Frau kam als dritter Starter ins Ziel, Frau Paula Mews mit einer Stunde und 45 Minuten. Dabei waren die Letztgenannten durch die Strömung ziemlich abgetrieben.


 1922

Die Greifswalder Zeitung kündigt am 19. August ein Dauerschwimmen über die Wiek, veranstaltet vom GTB, für den darauffolgenden Sonntag 15 Uhr an. Die Entfernung wird mit 3 000 m und die geschätzte Schwimmdauer mit einer Stunde angegeben. Es wird gesagt,

"... diese bedeutende Leistung soll zeigen, was der durch die Übungen des Sommers gestählte Körper herzugeben imstande ist, denn nur durch zielbewußt betriebenes Schwimmen ist die für solche Leistung erforderliche Kraft und Ausdauer zu erreichen. Man erkennt daraus den hohen Wert des sportmäßig gepflegten Schwimmens im Verein gegenüber dem einfachen Baden im Freien, das ja selbst schon von Alters her bekannt ist als Mittel zur Erhaltung der Gesundheit des Körpers und Erfrischung des Geistes..."

Am 20. August entschlossen sich dann eine Dame und zwei Herren zum Start über den Bodden. Frau Dr. Strate brauchte für die Strecke eine Stunden und 31 Minuten.  Auch sie hatte an diesem Tage mit Wellen zu kämpfen. Es wird dabei erwähnt, dass schon früher bei gleichartigen Veranstaltungen beobachtet worden war, dass Frauen in besonderem Maße zum Dauerschwimmen befähigt wären.

Und wie eine Bestätigung dessen wurde gemeldet, dass die beiden Herren (Heinrich Schmidt-Bardeleben aus Lünen-Lippe und Siegfried Lockenvitz) den Kampf gegen die Wellen aufgaben und durch die Begleitboote aufgenommen worden waren.


 1923

Die Schwimmabteilung des Greifswalder Turnerbundes lädt für Sonnabend, den 28. Juli, zu einem gemütlichen Beisammensein ins das Hotel „zur Traube“ ein. Gleichzeitig wird aber auch für den 29. Juli vormittags um 10.30 Uhr zum Dauerschwimmen über die Dänische Wiek aufgerufen. Für den Nachmittag werden Wettschwimmen sowie im Anschluss eine Kaffeetafel und Tanz bei Gentzen angekündigt. 
Gefeiert wurde das 10jährige Bestehen der Schwimmabteilung des GTB 1860.

Die Ausgabe der Greifswalder Zeitung reicht uns am 4. August dann nur noch die Ergebnisse nach. Es gewann wieder eine Frau, nämlich Emmy Last vom GTB in einer 73 Minuten und 5 Sekunden,  erfolgt von Willweit (ohne Vornamen) vom Anklamer Turnerbund in 81 Minuten und 15 Sekunden. Über die gesamte Teilnehmerzahl schweigt sich der Artikel leider wieder aus. Zu den als Wettschwimmen angekündigten Disziplinen gehörten u.a. Schwimmen über die Kurzstrecken, ein Wettspringen und auch das Rettungsschwimmen, war doch 1921 die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft in Binz gegründet worden. 

 1924

Neben der Anzeige des Eisenbahner-Junggesellen-Klubs, der zum Sommervergnügen einlädt, findet sich der kleine Hinweis auf das jährliche Schwimmfest im Strandbad Eldena mit dem Dauerschwimmen um 10 Uhr über die Dänische Wiek. Für den Nachmittag ist außer dem Wettschwimmen noch Wasserballspiel angekündigt
Auch dieses Mal soll der Tag wieder bei Kaffee und Tanz bei Gentzen in Wieck ausklingen.

Der 3. August wartete mit günstigem Wetter auf. Auf die mit 2600 m angegebene Strecke begaben sich 14 Schwimmer, von denen nur 2 aufgaben. Siegfried Lockenvitz, der noch 1922 aufgegeben hatte, kam dieses Mal als Sieger ins Ziel. Seine Zeit von 50 Minuten wird als Rekordzeit angegeben. Eigentlicher Sieger jedoch war der Greifswalder Ewald Müller, der außer Konkurrenz mitschwamm (damals waren nur Vereinsmitglieder zugelassen), der vor Lockenvitz mit einer Zeit von 48 Minuten an der Südmole ankam.
Die offiziellen Plätze zwei und drei konnten sich zwei Anklamer holen. Es war sogar der erste Schwimmer über 35 Jahre am Start, was besonders hervorgehoben wurde. Fräulein Wienholz auch aus Anklam durchquerte mit 15 Jahre den Bodden in einer Zeit von 74 Minuten und 10 Sekunden.

Am Nachmittag musste sich dann Siegfried Lockenvitz, der Kreismeister über die 100 m Brust, auch noch dem Demminer Schwimmer Schulz beugen. Dies schrieb man aber dem Umstand zu, dass er bereits die 2600 m und auch noch die Staffel absolviert hatte, während der Demminer ja ganz frisch war.


 09.08.1925

Die Greifswalder Zeitung vom 11.08.1925 beginnt ihren Artikel mit der Feststellung, das Schwimmen hätte in den letzten Jahren einen kühnen Aufschwung genommen. Bestes Wetter und glatte See lockte 11 Schwimmer und 5 Schwimmerinnen im Ludwigsburger Hafen an den Start. Alle Schwimmer (abgesichert durch 12 Boote) konnten dann auch in der Badeanstalt Eldena durch zahlreiche Zuschauer begrüßt werden. Es gewann F. Werner (GTB) in 46,20 min, gefolgt von Oppermann und Krawzik aus Pasewalk in 53,35 und 55,39 min. Die schnellste Frau war L. Stahlkopf aus Anklam.

Am Nachmittag wurde das Schwimmfest übrigens mit Disziplinen wie Streckentauchen, Lagenstaffel, 50 und 100 m Brust sowie auch einem Tauziehen der Schwimmer fortgesetzt.

PS. Denkt man an die heutige Sichtweite im Wasser des Stranbades kann/mag man sich das Streckentauchen nicht so richtig vorstellen.


 1926

Das Schwimmfest der damals bereits 14jährigen Schwimmabteilung des GTB fand diesmal nur als Vereinsveranstaltung statt, da durch das Gauschwimmen in Demmin und das Kreisschwimmen in Gollnow die einzelnen Vereine und Schwimmer genügend Gegenheit hatte, sich im Wettkampfe zu messen. Der Turnerbund, so die Zeitung, hatte keine Opfer und Mühen gescheut, das Schwimmen in Greifswald anzutreiben und durch die Errichtung des Sprungturms die Schwimmanlage verbessert. Trotzdem wurde gesagt, dass der Werberuf "Kommt zum Schwimmen" viel zu wenig Beachtung fand und der gesunde Sport so vernachlässigt werde. Aber die Beteiligung am Dauerschwimmen "Quer durch die Dänische Wieck" wurde als gut beurteilt. Es waren 14 Schwimmer und 3 Schwimmerinnen am Start. Eine kleine Ruderflotte hatte die Teilnehmer vormittags in Ludwigsburg abgesetzt, um sie dann auf den 2600 m zu begleiten. 
Eine stark bewegte See stellte hohe Anforderungen an die Schwimmer und es wurde mit Anerkennung festgestellt, dass von den 17 Schwimmern nur 3 Schwimmer und eine 14-jährige Schwimmerin in die Boote geholt werden mussten.
Erster war damals Werner Zillmann in der guten Zeit von 45,16 Minuten.  

 

 21.8.1927
 

Mit einem Teilnehmerrekord von 22 Schwimmern konnten die Veranstalter des Schwimmfestes 1927 aufwarten. Es war schwer, je ein Begleitboot für jeden Startet zu beschaffen. Dank der Landwirtschaftsschule, des Ruderclubs Hilda, des Ausbildungsbataillons  und einiger privater Bootsbesitzer konnte dieses Problem aber gelöst werden.  Der Anblick der vielen verschiedenartigen Boote beim Übersetzen der Schwimmer wird als malerischer Anblick beschrieben. Regen, Sturm und 16 Grad Wasser ließen 4 Schwimmer vom Start zurücktreten. Der Rest ließ sich gut eingefettet nach Ludwigsburg übersetzen. Davon wurden dann noch 8 Teilnehmer von den Begleitbooten aufgenommen.

 

„Die 2600 Meter sind doch eine Strecke, die einen von der Natur kräftigen und gut geübten Körper verlangen, insbesonder wenn man diesmal gegen Wellen und Strom geschwommen werden musste“.

 

Die restlichen 10 Schwimmer erreichten dann teilweise in großen Abständen das Ziel. Mit großen Vorsprung trafen die beiden Starter vom Turn- und Sportverein Stralsund ein, die dann aber disqualifiziert wurden, da sie die Sandbank in der Dänischen Wiek, den Mittelgrund, zu einer kurzen Erholungspause genutzt hatten (Aus diesem Grunde gibt es die heutige Streckenführung. Mittlerweile liegen auf dem Mittelgrund aber auch Wrackteile, an denen sich die Schwimmer verletzen könnten). Sieger wurde infolgedessen Erich Karrnbach in 60,10 min, gefolgt von wieder einmal Werner Zillmann (70,45).  

 

 1928
 Weder eine Ankündigung noch ein Bericht über ein Schwimmfest.
 1929
 

Hier wird vom Sundschwimmen am 6. August 1929 berichtet, das vom Stralsunder Turn- und Sportverein 1860 veranstaltet wurde. Schnellster bei den Herren war Willi Sund mit 42,14 min. Schnellste Dame Edith Gerson in 48,48 min. Mit diesen Zeiten wurden beide Vereinsmeister/in im Sundschwimmen.


 1930
Von 1928 - 1930 gab es anscheinend kein Greifswalder Schwimmfest mit einem Dauerschwimmen. Dies lässt sich vielleicht mit dem Bericht von 1931 begründet in dem es heißt:

" Die Veranstaltung des Schwimmens quer durch die dänische Wiek stellt eine wertvolle Bereicherung unseres sportlichen Sommerprogramms dar. Man wird dem A.f.L. für das Wiederauflebenlassen dieses Wettbewerbs, der, wie kaum ein anderer, sorgfältige Vorbereitung und zähe Energie erfordert, Dank wissen müssen. Begrüßenswert wäre es, wenn im nächsten Jahre eine größere Anzahl von Booten zur Verfügung gestellt würde, so daß auf jeden Schwimmer ein Begleitfahrzeug entfällt; dann wäre auch das geringste Gefahrenmoment ausgeschaltet. Vielleicht ließe sich auch durch das Einsetzen von Motorbooten für die Zuschauer die Gelegenheit verschaffen, den ganzen Verlauf der Konkurrenz aus der Nähe zu verfolgen und zu würdigen".

 

 1931


Das Jahr 1931 wartet unter der Rubrik „Sport in Vorpommern und Rügen“ mit der großen Schlagzeile „Erstes Wiekschwimmen des A.f.L Greifswald“. Unser Boddenschwimmen war aufgrund guter Prognosen durch den A.f.L (Ausschuss für Leibesübungen, ansässig in der Kapaunenstr. 22) noch als 5. Veranstaltung aufgeboten worden, um das mit dem Waldlauf, dem Straßen-Staffellauf, den Meisterschaften der Kampfbahn und der Turnhalle gebotene Betätigungsfeld noch zu erweitern.  Der A.f.L übernahm jetzt die Austragung. Man freute sich über die trotz des Termins in der zweiten Augusthälfte (der kälteres Wasser befürchten ließ) über die zahlreichen Anmeldungen. Der 23. August bot mit Sonne, Schaumkämmen auf dem Wasser und Wolken zwar ein schönes Bild, aber die Temperaturen waren weniger erbaulich. Das Wasser hatte 16,5 Grad. Von den 44 Gemeldeten ließen sich („… mit der ortsüblichen Verspätung…“) 35 Mutige, darunter 8 Damen, nach Ludwigsburg bringen. Dort begann dann das allgemein Einfetten der Schwimmkörper mit Vaseline, Schmalz oder dem von Kennern sehr geschätzte Pferdefett. Die Gruppe der 35 im brusthohen Wasser zum Start angetretenen Herren und Damen soll ein erfreuliches, hoffentlich photographisch festgehaltenes Bild geboten haben. Selbst die kleinen Begleitbooten hatten schwer mit den Wellen zu kämpfen.  Das Teilnehmerfeld lichtete sich dann auch auf 14 Schwimmer. Der letzte Schwimmer erreichte Eldena dann auch nach 2 Stunden von 29 Minuten. Helmut Dittler (Bataillon) benötigte als Sieger 56 Minuten, vor Leutnant von Oerzen (63 min.). Der Schwimmer der Universität, Student Meyer, kam mit 65 min. auf den 3. Platz. Er konnte seinen vorzüglichen Kraulstil bei diesem Wellengang nicht entfalten!

Es wird angemerkt, dass die Zeiten dadurch so langsam sind, weil die Strecke durch die starke Seitenströmung der Geraden von 2500 Metern in eine Kurve von über 3000 Metern verwandelt wurde. Daher sind die Leistungen der Damen noch höher einzuschätzen: 1. Platz: Käte Preuß in 66 min., 2. Platz: Alice Jagdmann in 70 min. und Else Becker in 74 min.

Einen spannenden Endkampf soll es vor den Augen der Zuschauer zwischen Fräulein Jagdmann und dem besten Schwimmer der männlichen Jugend, Fritz Normann,  gegeben haben, bei dem Herr der Dame um 11 sek. unterlegen war. 


 1932

Greifswalder Meisterschaften 1932 mit Rekordzeit im Wiekschwimmen

Unser Boddenschwimmen, 1931 wieder neu belebt, war ab 1932 ein Teil der Greifswalder Meisterschaften.

Gestartet wurde aber am Abend des 9. Juli mit 54 Schwimmern, darunter 5 Frauen. Das Wetter lud bei warmen Wetter, warmen Wasser und Windstille zum Wettkampf ein. Es gaben auch nur 3 Teilnehmer auf. Es gewann der Student Paul Guerlin in ca. 53 Min. Die Idee, die „Condor“ als Zuschauerbegleitboot einzusetzen, wurde von den Schaulustigen leider nicht so angenommen.

 

 1933
 Ausgefallen
 1934
 Ausgefallen
 1935

Durch den Ausfall der Wettkämpfe 1933 und 1934 sprach die GZ 1935 gleich von einer Wiederaufnahme einer alten Tradition. 27 Schwimmer, darunter 2 Damen, standen bei schlechtem Wetter und kaltem Wasser trotzdem in Ludwigsburg am Start. Es gewann Horst Petzold mit 51:10, gefolgt von Manfred Pechau, Paul Guerlin und Käthe Preuß.

Es folgt aber zugleich ein größerer Bericht über das Sundschwimmen. Dieses war wegen Sturms bereits einmal abgesagt worden, dann aber am gleichen Tage wie das Boddenschwimmen ausgetragen. In Altefähr standen 77 Schwimmer (44 Männer). Gewertet wurde auch in vier Klassen. Angetreten waren Turnvereine aus Barth, Grimmen Zarrendorf. Der Schwimmer mit der weitesten Anreise kam aus Kaiserslautern. Aufgrund der starken Strömung riss das Feld schnell auseinander. 26 Schwimmer mussten wegen Schwäche aufgeben. Die restlichen Schwimmer stiegen nach Bewältigung der mit 2400 m angegebenen Strecke recht frisch aus dem Wasser. Der jüngste Teilnehmer war übrigens 13 und 40 der älteste Starter. Während der letzte Schwimmer 88:12 min benötigte, kam der Sieger nach 41:40 min in Stralsund an. Sundmeister wurde Matrose Schäfer. Sundmeisterin wurde zum 3. Male Erna Hübner. 


 1936
 
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 1999
 

Streckenschwimmen mußte kurzfristig umorganisiert werden


Das Durchschwimmen der Dänischen Wiek ist eine 2,5 Kilometer lange Herausforderung für Sportler. Doch für die Dauerschwimmer interessierten sich die Fischerfest-Besucher nicht.

Greifswald Eldena (OZ) Beste Wetterbedingungen hatten die etwa 100 Sportler, die gestern vormittag das Boddenschwimmen bestritten, ruhiges Wasser, wenig Wind, angenehme Wassertemperatur. Dennoch interessierte sich für das Boddenschwimmen kein Fischerfestbesucher. Auch die am Strand spielenden Volleyballer nahmen keine Notiz vom Boddenschwimmen. Als gegen 11.30 Uhr die ersten beiden Schwimmer dem Wasser entstiegen, waren nur einige Angehörige und Helfer vom Polizeisportverein am Ufer, um die Schwimmer in Empfang zu nehmen.

Jelger Westendorf kam ruhig und gelassen einhergeschritten, was einen der Betreuer zu der Bemerkung veranlaßte: „Der interessiert sich wohl gar nicht für seine Zeit.“ Die war dem jungen Mann wirklich egal, denn er wußte, er war mit großem Abstand Sieger geworden, und zwar in der Alterklasse 19 bis 34 Jahre.

Kurz nach ihm kam Anja Fock ins Ziel. Sie legte kurz vor dem Ziel einen Sprint durch das Flachwasser hin, bis sie die imaginäre Ziellinie gekreuzt hatte. Mit großem Abstand war sie in der Altersklasse 19 bis 34 Jahre, weiblich, Siegerin geworden.

Schon von Anfang an hat das Boddenschwimmen mit mangelndem Zuschauerinteresse zu kämpfen. Das war auch der Grund dafür gewesen, aus dem Boddenschwimmen ein Ryckschwimmen zu machen. Denn wären die Schwimmer, wie ursprünglich geplant, am Universitäts-Wassersportzentrum zu Wasser gegangen und am Gasthaus zur „Zur Fähre“ dem Ryck wieder entstiegen, hätten sie zumindest die Aufmerksamkeit der sich dort gerade Aufhaltenden erregt. Jedoch mußte das Streckenschwimmen kurzfristig wieder in ein Boddenschwimmen umorganisiert werden, da das Wasser des Ryck zur Zeit eine schlechte Qualität aufweist.

 2000
 

Doppelsieg beim Boddenschwimmen

Pharmaziestudent teilte sich Lorbeeren mit Abiturient

Gemeinsam überquerten gestern beim traditionellen Boddenschwimmen ein Pharmaziestudent und ein Abiturient die Ziellinie. Nach 1,4 km in 16 Grad kühlem Wasser feierten sie einen Doppelsieg

Eldena (OZ) Die Schaulustigen in Ludwigsburg schauten gestern morgen um 11 Uhr in die Röhre. Kein einziger Schwimmer stand zum Start bereit, um sich in die Fluten zu stürzen. Fiel das Boddenschwimmen in diesem Jahr aus, fragte man sich? Das tat es nicht.

„Wir haben uns gestern Abend entschieden, die Strecke zu halbieren“, erklärte Dörte Paschke vom ausrichtenden PSV Greifswald. Grund: das Wasser war scheußlich kalt. 16 Grad standen in einem Meter Wassertiefe auf dem Thermometer. Ein Grad weniger–und das Boddenschwimmen hätte nicht ausgetragen werden dürfen. So aber stiegen 34 Hartgesottene im Eldenaer Strandbad ins Wasser und bewältigten den schnell entworfenen, mit Bojen abgesteckten 1,4 km-Rundkurs.

   Am schnellsten kraulten Martin Hoffmann und Jelger Westendorf. Beide brauchten 19:41 min und überquerten die Ziellinie im Doppelpack. Nur zwei Sekunden nach ihnen spurtete Leopold Lindauer ein. Alle drei sind Rostocker. Während Martin und Leopold gerade ihr Abitur geschrieben haben und für den HCC Rostock starten, studiert Jelger in Greifswald Pharmazie und trat nicht nur für den HCC, sondern auch für den PSV Greifswald an. „Ein bisschen kühl war es schon“, gab der 20-Jährige zu. Auch sei der Rückweg etwas wellig gewesen, ergänzt Martin Hoffmann (19). Beide haben bereits nationale Erfolge errungen. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni konnten sie in Erfurt über 5 km die Plätze 8 und 9 belegen. Sie sind fast jeden Tag im Wasser, auch in der Warnow“, verrät Trainerin Birgit Heinrich. Die 1,4 km waren trotzdem kein Klacks für sie. Als leicht empfanden auch die Greifswalder den Wettkampf nicht. „Ich wäre lieber die ganze Strecke geschwommen“, meinte Tobias Nagel. Der Rundkurs sei von der Orientierung her schwieriger gewesen. Zudem waren seine Füße ein wenig taub, aber das sei völlig normal, so der Vorsitzende der HSG. Er konnte sich nach den Strapazen wie die anderen mit Tee und Erbseneintopf aufwärmen.

Die Sieger und ihre Zeiten

AK 16 bis 18: Kerstin Hartmann (23:54 min); Leopold Lindauer (19:43 min), AK 19 bis 34: Nadine Rösike (23:54 min); Jelger Westendorf und Martin Hoffmann (beide 19:41 min), AK 35 bis 49: Torsten Münchberger (22:24 min), AK über 50: Wolf-Rüdiger Franck (29:25 min)


 2001
 

2,8 km durch die Fluten

Sonntag startet Boddenschwimmen


Greifswald (OZ) Sonntag um 11 Uhr wird in Ludwigsburg wieder das Boddenschwimmen gestartet. 2,8 km lang ist die Hatz über den Greifswalder Bodden. Ziel ist das Strandbad Eldena. Von dort wird auch der Bustransfer in Richtung Ludwigsburg starten. Alle Teilnehmer sollten sich deshalb kurz vor 9 Uhr vor dem Haupteingang des Strandbads einfinden. Wie viele mitschwimmen werden, ist noch unklar. „Die Zahl hängt vom Wetter ab, aber wir rechnen mit 70 Sportlern“, so Dörte Paschke vom ausrichtenden PSV Greifswald. Mitzubringen sind eine Tauglichkeitsbescheinigung des Arztes und ein Altersnachweis. Mitmachen dürfen nämlich nur Personen ab 16 Jahre.


 2002
 

59 Frauen und Männer nahmen die 2,8 Kilometer lange Schwimmstrecke zwischen Ludwigsburg und Wieck in Angriff. Jeder bewältigte sie in der für ihn angenehmsten Schwimmweise.

Greifswald (OZ) Sonnenschein und ruhige See. Am Sonntag Vormittag bot sich dem Besucher des Fischerfestes ein traumhafter Blick auf den Greifswalder Bodden. Um Punkt 11 Uhr wurde die Ruhe plötzlich von einem Startschuß beendet. Dies war der Beginn des diesjährigen traditionellen Boddenschwimmens. Ausrichter dieser Veranstaltung ist der Polizeisportverein Greifswald. 59 Teilnehmer stürzten sich auf der Ludwigsburger Seite in die Fluten. Egal ob nun Kraul, Brust- oder Rückenschwimmen, jeder der Sportfreunde versuchte, die 2,8 Kilometer lange Strecke so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Die Distanz wurde in diesem Jahr zum ersten mal mit dem GPS-System, einem Satellitensystem zur hochgenauen Ortung, Navigation und Zeitverteilung, metergenau vermessen. Unter den Aktiven war der 37-jährige Welt- und Europameister Sven Lodziewski, der hier für den PSV Greifswald an den Start ging. Auf die Frage, was er sich für das Rennen vorgenommen hat, antwortete er:„Es ist nicht unbedingt meine Wassertemperatur, aber ich werde mir anschauen, wie die anderen Schwimmer die Boddenquerung angehen“. Es ging ja auch nicht darum, Rekorde zu brechen, sondern die Strecke zu meistern und im Strandbad Eldena anzukommen. Nach ungefähr 500 Metern war das Feld auf ein Länge von 300 Metern auseinander gerissen. Eine dreiköpfige Gruppe konnte sich vom Hauptfeld lösen, unter ihnen Sven Lodziewski. Die gesamte Strecke wurde von der Wasserwacht des DRK sowie der Polizei beobachtet, so dass es zu keinerlei Zwischenfällen kam. Die tiefste Stelle der Route liegt bei ungefähr vier Metern. In dem Moment wo die Spitzengruppe das Ziel ansteuerte, hatte die an letzter Stelle schwimmende Silvia Koschwitz erst einDrittel hinter sich gebracht. Nach einer Zeit von 37 Minuten und 30 Sekunden kam es zu einem dann doch fast erwarteten Zieleinlauf. Sven Lodziewski stieg als erster aus den Fluten und wurde logischerweise auch Sieger in seiner Altersklasse zwei. Knapp dahinter folgte Gunnar Splittgerber (AK I) von der Wasserwacht Greifswald (0:37,44). Und dann erreichte schon die erste Frau das Ziel, Anja Dittmer (0:37,55) aus Neubrandenburg, die allerdings außerhalb der Konkurrenz antrat. Siegerin bei den Frauen in der Altersklasse I wurde Dörte Kamrau aus Rostock in 0:40,42.


 2003
 

Tradition war Magnet für Fischerfestgäste

 

68 Teilnehmer nahmen 2,8 km-Distanz in Angriff


Es ist eine Tradition geworden, dass zum Fischerfest zahlreiche Aktive die Strecke von Ludwigsburg nach Eldena schwimmender Weise hinter sich bringen. Immer mehr begeistern sich dafür.

Es war fast wie ein Spiegelbild zum letzten Jahr, als am Sonntag der Startschuss zum traditionellen Boddenschwimmen fiel. Bei Sonnenschein und leichtem Wind drängten sich 68 Teilnehmer am Strand von Ludwigsburg, um die 2,8 Kilometer lange Schwimmstrecke in Angriff zu nehmen.

   Ausrichter dieser Veranstaltung ist der Polizeisportverein Greifswald. Egal ob nun Kraul, Brust- oder Rückenschwimmen, jeder der Sportfreunde versuchte die Strecke schnellstmöglich hinter sich zu bringen, um dann am Strandbad Eldena als Erster aus dem Wasser zu steigen. Auch in diesem Jahr wurde die Distanz mit dem GPS-System, einem Satellitensystem zur hochgenauen Ortung, Navigation und Zeitverteilung, metergenau vermessen.

Unter den Aktiven wieder mit dabei der 38-jährige Vorjahressieger, Welt- und Europameister Sven Lodziewski, der für den PSV Greifswald an den Start ging. Starke Konkurrenz aus Stralsund wollte ihm das Siegen diesmal nicht so leicht machen.

Aufgrunf der Tatsache, dass das Boddenschwimmen Breitensportcharakter trägt und es den meisten Teilnehmern darum geht, die Distanz zu schaffen, zieht sich das Starterfeld schon kurz nach dem Start weit auseinander. Die gesamte Strecke wurde von der Wasserwacht des DRK sowie der Polizei beobachtet, so dass es zu keinerlei Zwischenfällen kommen konnte. Nur zwei Schwimmer mussten vorzeitig wegen körperlicher Schwäche aus dem Wasser gezogen werden. Die tiefste Stelle der Route liegt bei ungefähr vier Metern.

Nach einer Zeit von 38 Minuten und 16 Sekunden stieg Sven Lodziewski dann doch als Erster aus den Fluten und wurde logischerweise auch Sieger in seiner Altersklasse. Knapp dahinter folgte Thomas Schäfer vom SC Berlin (0:38,50)und Michael Born (PSV Greifswald, 0:45,25). Bei den Frauen siegte Anke Palm (0:41,55) vor Anika Sebastian (beide SC Magdeburg, 0:50,06) und Ulrike Böhlmann (PSV Greifswald, 0:50,22).


 2004
 

Boddenschwimmen mit veränderter Strecke

Greifswald Der Mediziner hatte das letzte Wort: Das diesjährige Boddenschwimmen wird wegen der Wassertemperaturen nicht in Ludwigsburg gestartet. „Die derzeitigen 16 Grad sind aus ärztlicher Sicht zu niedrig, um den Bodden von Ludwigsburg aus in Richtung Wieck zu durchschwimmen“, erklärte auf OZ-Nachfrage Petra Meien vom Sportbund der Hansestadt Greifswald. Dennoch findet die Aktion statt. „Die Aktiven treffen sich am Sonntag um 11 Uhr an der alten Badestelle in Eldena zur konkreten Einweisung.“ Bislang haben sich 80 Starter angemeldet. Nachmeldungen sind demnoch spontan am Starttag ab 9 Uhr möglich.

 

 2005
 
 
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